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Archive for the ‘Medien’ Category

Zensursula-ePetition: 100.000 + x

May 25th, 2009

Die Zahl der Mitzeichner von 50.000 für die Petition: Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten ist zwar erreicht, aber eine größere mediale Aufmerksamkeit auch in den klassischen Medien würde erreicht werden, wenn die Schallmauer von 100.000 überschritten wird (Stand 25.05.2009, 14:22Uhr: 97192 Mitzeichner). Deshalb unterstützt infokratie.de den 72-Countdown. Offline kann per Fax oder per Email (eingescannte Unterschriftenliste!) weitere Unterschriften gesammelt werden.

Petition “Internetsperre” - Quorum erreicht!

May 8th, 2009

Die
Petition: “Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” hat das Quorum von 50000 Mitzeichnern innerhalb von nur fünf Tagen erreicht (Pressemeldung des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur.

Auf der Seite des Deutschen Bundestages kann sich jeder anmelden, um Petitionen mitzuzeichnen. Wie ein Referent im Petitionsausschuss erklärt, werden nach der Mitzeichnungsfrist von sechs Wochen grundsätzlich alle Petitionen vom Ausschuss besprochen. Wenn, wie in diesem Fall, innerhalb der ersten drei Wochen mindestens 50.000 Stimmen zusammen kommen, wird die Sitzung zudem öffentlich abgehalten. Das heißt, die Besprechung zwischen Petitionsauschuss, zuständigen Ministern, Staatssekretär und Petitent wird nicht nur frei zugänglich, sondern auch als Video im Internet zu sehen sein. Am Ende der Sitzung geben alle Beteiligten ein Votum ab. Dieses stellt jedoch lediglich eine Empfehlung an den Bundestag dar, der das Thema dann weiter behandelt.

(zitiert von tagespiegel.de)
Bis zum 16. Juni ist eine Mitzeichnung möglich, weiterhin kann in einem Diskussionsforen über das Thema gestritten werden.
Festzuhalten ist:

  • Die Mitzeichner der Petition sind sicherlich keine Pädophile und sind grundsätzlich gegen Kinderpornografie eingestellt. (siehe Kommentar von Johhny Hauesler)
  • Die vorgeschlagene Internetsperre verfehlt ihre Wirkung, auch nicht technisch-versierten Nutzern ist es möglich die Sperre zu umgehen (siehe Youtube-Video “Internetsperre umgehen in 27 Sekunden“)
  • Innerhalb kürzester Zeit mobilisierte die “Netzgemeinde” über Twitter, Blogs und weiteren Social Networks eine große Anzahl von Mitzeichnern.
  • Es ist festzustellen, dass die “klassischen Medien” wie TV und Printzeitung durch den Hype und die Aktionen im Internet über das Thema auch aus einer kritischen Perspektiven berichten.
  • Eine Rederecht im Bundestag wurde “erkämpft”, allerdings muss und wird sich die Bewegung gegen die Internetzensur weiter in die Öffentlichkeit verlagern, eine Informationskampagne wird jetzt auch außerhalb des Internets gestartet werden.

Link:
tagesschau.de: Opposition gegen Kinderpornografie-Gesetz “An Populismus kaum zu überbieten

Update:
netzpolitik.org - Medienberichterstattung zur Zensursula-Petition wächst

Freundschaft! Ein Begriffswandel?

April 30th, 2009

freundschaftWas ist Freundschaft? Wikipedia sagt: “Freundschaft bezeichnet eine positive Beziehung und Empfindung zwischen zwei oder mehreren Menschen, die sich als Sympathie und Vertrauen zwischen ihnen zeigt. [...]” (siehe, abgerufen am 30.04.2009). Freundschaften sind hart erarbeitet und oft schwierig aufrechtzuerhalten. Der Grad der gegenseitigen Sympathie drückt sich durch die Intensivität der Beziehung zueinander aus, wobei ein permanter (persönlicher) Kontakt nicht zwingend ist. Soweit so gut, die Frage ist nun worauf es ankommt: Aufrechterhaltung einiger weniger engen Freundschaften oder Sammlung eines möglichst großen Freundeskreises?

Wie ist zu verstehen, dass ich bei StudiVZ mittlerweile fast 200 Kontakte in meiner Freundesliste habe oder ich bei Myspace täglich um “Addition” von irgendwelchen mir unbekannten Bands, vermeintlichen Pornoaccounts, Nerds, Selbstdarstellern und Freunde-von-Freunden (die ich erst einmal auf einer Party getroffen habe) gebeten werde? Habe ich Vertrauen gegenüber diesen Personen, geschweigeden eine Portion Sympathie über? -Definitiv “jein”, immerhin habe ich der Freundschaft zugestimmt, also habe ich wohl doch einen Nutzen von dem allen. Der Ausgangsbegriff muss gedehnt werden und die Gefahr der Überstrapazierung ist groß, “Social Networking” ist das passende Schlagwort.

Wenn du jetzt nicht dabei bist, dann bist du sehr bald draußen. O-Ton zwischen zwei Schülern im Bus: “Wo warst du eigentlich gestern? Du warst nicht da …, nicht im SchuelerVZ oder ICQ online.” Raum und Zeit müssen eventuell neu definiert werden um nicht obsolet zu sein. Mobile Medien und das Internet verändern das gesellschaftliche Miteinander, auch die dejenigen unter uns, die noch wissen was mit “56k” und “BNC” gemeint war, haben zum großen Teil noch gar nicht mitbekommen wie heutzutage kommuniziert wird.

Chatten kann auch meine Oma, Bloggen ist schon wieder fast alter Kaffee, die Twitter-Accounts und -Followers - Zahlen steigen nun auch in Deutschland stark an, der “vernetzte”-Obama hat die Wahl gewonnen, die deutschen Parteien entdecken das StudiVZ als Wahlkampfort und Trent Reznor schenkt seiner Community eine iPhone-Anwendung mit der die NIN-Fans per nearby-Funktion und dank Googlemaps kommunizieren können (und das auch mit Gleichgesinnten in der selben Konzerthalle; wie war das nochmal mit Raum und Zeit?).

Wo führt das alles hin, was bringt das überhaupt, was kommt als nächstes? Wir werden es erleben… Ich bin mir aber auf jeden Fall sicher, dass ich auch ohne Web 2.0 und mobile Medien meine Freundschaften pflegen werde. Das Medium der persönlichen Begegnung (im konservativen Verständnis) erzielt bei einer 1:1-Beziehung doch immer noch den höchsten Wirkungsgrad :-)