Linktipp: Bürokratie behindert Löschung
netzpolitik.org: Mangelhafte Organisation der Polizei verhindert Löschen krimineller Webseiten (04.06.2009 )
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Twitter-Account der CDU geknackt.
Gestern berichtete netzpolitik.org, dass der offiziele Twitter-Account der CDU geknackt wurde. Heute wurde weiter verlautet, dass der erfolgreiche Hack wegen der Verwendung eines sehr einfachen Passworts gelungen sei. Offiziel hat noch kein CDU-Politiker Stellung zu dem Vorfall genommen.
Die Aktion stimmt mich bedenklich. Im Superwahl entdecken die etablierten Parteien das Web als Wahlkampfplattform, sei es zum Beispiel regelmäßige Videopodcasts, StudiVZ oder nun auch Twitter. Spannend und interessant ist es diese Entwicklung zu verfolgen. Besorgnis erregend ist nur mit welcher Kompetenz die Verantwortlichen das Projekt angegangen sind. Es wurde zwar erkannt, dass eine Politisierung der Webkultur zunimmt oder zumindest an Bedeutung gewinnt, doch auf dem Zug aufzuspringen ohne sich mit der Technologie vernünftig auseinandergesetzt zu haben, hat seine Folgen wie das Ereignis zeigt. Eine schulische, gesetzlich verankerte Ausbildung der Medienkompetenz von Jugendlichen ist eine Forderung von u.a. Lehrern und Datenschützern. Doch wann und wie will man dies erreichen, wenn die verantwortlichen Gesetzesmacher die Spielregeln des Internets nicht beherrschen? Siehe zum Beispiel auch die Diskussion um die Internetsperre gegen pornografischen Internetseiten. Können die Maßnahmen überhaupt ihre Wirkung erzielen oder ist es nur eine populistische politische Kampagne der Bundesministerin von der Leyen.
Eventuell war der Twitter-Hack nur ein Einzelfall und eine Einzelperson hat es verbockt, der Vorfall sollte auf jeden Fall eine Warnung für die Politiker sein, sensibler mit dem Web umzugehen und die eigentlichen Datenschutzexperten in Ihren Überlegungen und Handlungen einzubeziehen.
UPDATE: Focus-Online berichtete auch von dem Hack und erwähnte, dass ebenso der Twitter-Account des SPD-Politikers Ralf Stegner manipuliert wurde.